Meine Schule





Volles Haus bei der Praktikumsmesse

von Christian Wittkowsky

Mädelspower: Sie machte eine Praktikum als Fahrzeuglackiererin und den selbst ausgebeulten Kotflügel hat sie zur Lampe umgebaut.
Ganz im Zeichen von Beruf und Ausbildung stand der vergangene Donnerstagabend an der IGS Neuwied. Dabei stellten sich verschiedenste Unternehmen von der Polizei bis zum Finanzamt mit Plakaten, Flyern und Vorträgen vor.

Gleichzeitig bekamen die Schüler der neunten Klasse die Möglichkeit, eine Präsentation zu ihrem Praktikum zu erstellen und in der Sporthalle der IGS den anwesenden Eltern und Lehrern Fragen zu beantworten.
Die Erlebnisse, die die Schüler der Mittelstufenklasse gemacht haben, sind dabei durchaus ambivalent. Doch eine Erfahrung war es alle Mal wert:"Es ist wichtig zu wissen, ob eine Sache einem grundsätzlich Spaß macht oder nicht. Es ist auch wichtig zu wissen, was man nicht möchte. Man geht auf jeden Fall mit einer Erkenntnis nach Hause", so die Bilanz von mehreren Schülern und Schülerinnen der 9c.

Viele aus Lerngruppe von Klassenlehrerin Gaby Schulz hatten sich für ein Praktikum im pädagogisch-sozialen Bereich entschieden. "Ich war in einer Kinderkrippe und das war interessant, aber natürlich auch anstrengend, da es sich ja um wirklich kleine Kinder handelte", erläutert Alena aus der 9c. Ihr Klassenkamerad Jonathan, der im Heinrich-Haus sein Praktikum absolvierte, empfand es als besondere Erfahrung, mit behinderten Menschen zu arbeiten und nach eigener Einschaetzung war er am Ende des Praktikums noch deutlich besser integriert als am Anfang. Einige wenige Praktikanten des Jahrgangs 9 konnten einen besonders großen Coup landen, da sie sogar schon eine mündliche Zusage "ihres" Betriebes für eine spätere Ausbildung bekamen.
Aber nicht nur die Schüler präsentierten "ihre" Praktikumsplaetze, sondern im ersten Stock hatten sich Vertreter verschiedener Berufe, Universitäten und Verbände eingefunden, um den Schülern einen Einblick die entsprechende Berufssparte zu geben, insbesondere der Möglichkeiten nach dem Abitur.
Florian Wagner von der Handwerkskammer gibt dabei ein Plädoyer für den Ausbildungsberuf. "Trotz der steigenden Studienzahlen hat die Ausbildung immer noch ihren Reiz, da durch sie vielfältige Kompetenzen vermittelt werden. Diese dann durchzuhalten ist einfach ein Qualitätsmerkmal", so Wagner. Ein Beispiel für die vielfältigen und ambivalenten Kompetenzen ist der Beruf des Polizisten, für den sich viele Schüler -sowohl aus der Mittelstufe als auch aus der Oberstufe - interessierten und der von den Schutzpolizisten Julia Idelberger und Andre Antweiler vorgestellt wurde. Zur Aufnahme gehöre nicht nur ein Sporttest, sondern auch ein Rechtschreib-und Grammatiktest, so die Polizisten. Beide freuen sich auf zukünftige Bewerber:"Der Beruf ist beliebt und längst nicht nur ein Männerberuf. Wir hatten dieses Jahr ca. 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen", so die beiden.

Der erste Tag der Berufs- und Studienorientierung kann als voller Erfolg verbucht werden, in erster Linie wegen der Firmen und Bildungseinrichtungen, die mit einen Workshop oder einem Infostand vertreten waren. Im einzelnen waren dies:

- Handwerkskammer Koblenz
- VR Bank Neuwied-Linz
- IHK Koblenz
- Finanzamt Neuwied
- Polizei Neuwied
- Universität Mainz
- Rasselstein
- RheinAhrCampus Remagen
- Agentur für Arbeit
- RheinMoselCampus Koblenz
- Deutsche Post/DHL

Recht herzlichen Dank an alle Referenten und Berater!

Ein weiterer Dank gilt Herrn Martin Pulch und Herrn Paul Haustov beim Aufbau sowie allen Klassenlehrern des Jahrgangs 9 und 8 sowie der gesamten Schulleitung und Herrn Harald Lutz für die Organisation.

Text von Herrn Krist - Herzlichen Dank!